Danke, Herr Wunderlich!

Zeit für neue Aussichten
Verabschiedung unseres Schulleiters Johannes Wunderlich

Es war eine Verabschiedung, die gut zu ihm passte: Alles stand unter dem Motto „Berge“. Lederhosen, Dirndl und Wanderkleidung prägten das Bild der Feier. Bergpanoramen schmückten die Aula, später warteten Brezeln, Käse, Würste und sogar eine kunstvoll gestaltete Bergtorte auf die Gäste. Wer Johannes Wunderlich kennt, weiß: Seine Begeisterung für die Berge bot den idealen Rahmen für diesen besonderen Nachmittag.

Musikalisch eröffnet wurde die Feier von der „Cool and Clever Band“ der Klasse 5c mit dem Lied Dankeschön. Pastor Matthias Schilp erinnerte in seiner Andacht über David daran, wie Gott Menschen führt, und zog dabei immer wieder Parallelen zu Johannes Wunderlichs Weg an der Schule. Ein weiterer musikalischer Beitrag kam von der 10Ra mit Goodness of God.

Vom staatlichen Schulamt überreichte Dr. Arne Hogrefe die Ruhestandsurkunde und hob die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit hervor. Ebenso ließ es sich der Schulelternbeirat nicht nehmen, ihm dafür zu danken. In seiner anschließenden Laudatio blickte der Vorsitzende des August-Hermann-Francke-Vereins, Edgar Schmidt, auf 36 Jahre zurück, in denen Johannes Wunderlich die Francke-Schule entscheidend mitgeprägt hat. Seit 1990 war er als Lehrer für Mathematik und Sport tätig, 2001 wurde er Stufenleiter für das Gymnasium und seit 2017 Schulleiter. Dabei stand für ihn nie die eigene Person im Mittelpunkt. Vielmehr waren es die Menschen, die ihm am Herzen lagen.

Das wurde auch im anschließenden Interview mit ihm deutlich. Johannes Wunderlich erzählte von Klassenfahrten, Skifreizeiten und Radtouren, die für ihn nie „zusätzliche Arbeit“, sondern eine wertvolle Zeit waren. Besonders wichtig sei ihm immer die Beziehung zu den jungen Menschen gewesen. Auf die Frage, was ihn in schwierigen Gesprächen geleitet habe, antwortete er schlicht: „Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, erst einmal gut zuzuhören.“

Viele verbinden mit Johannes Wunderlich genau diese Haltung. Ruhe bewahren, wenn andere nervös werden. Lösungen suchen, statt Probleme zu beklagen. Wertschätzung zeigen und Menschen ernst nehmen. An diesem Nachmittag wurde mehrfach betont, wie sehr Kollegium, Eltern und Schülerschaft diese Eigenschaften geschätzt haben.

Die zahlreichen Geschenke spiegelten diese Wertschätzung wider. Das Kollegium überreichte einen Wanderrucksack voller Überraschungen für den Ruhestand, darunter ein Gipfelbuch mit persönlichen Beiträgen sowie einen Erlebnisgutschein. Die Schülerschaft schenkte ihm eine Holzbank, auf der sich alle rund 1000 Schülerinnen und Schüler mit ihrer Unterschrift verewigt hatten.

Mit einem gemeinsamen Segenslied verabschiedeten die Mitarbeiter/-innen Johannes Wunderlich und seine Frau in den neuen Lebensabschnitt. Nach 36 Jahren endet damit ein prägendes Kapitel der Schulgeschichte. Die Spuren, die Johannes Wunderlich hinterlassen hat, werden jedoch weit über diese Zeit hinaus sichtbar bleiben.

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